Erwartungserhaltung

 

 

 

 

 

 

 

 

Hey liebe Leser!

Sind wir heute vollständig versammelt? 

Durchzählen, alle da?

Dann kann es los gehen.

Unser Thema: 

Erwartungserhaltung

Knacken wir die Nuss!

 

Diesen Artikel schreibe ich gerade im Zug,

gegen die Fahrtrichtung.

Da kommen sie auch schon,

die Gegenfahrtrichtungsgedanken:

Die ich umpolen will

von minus auf plus.

Entmagnetisieren.

Funktioniert mit einer starken Erschütterung.

Bum 

hat es vor ein paar Tagen gemacht.

Da konnte ich den Vorstellungen 

meines Gegenübers nicht gerecht werden.

Erwartungen wurden nicht erfüllt.

Oje!

So gerne würde ich auf allen Hochzeiten tanzen.

Hier ein wenig, dort.

Da auch noch. 

Überall und immer für alle da.

Und trotzdem kann ich sie nicht immer erfüllen:

Erwartungen.

Dann kommt die Erwartungshaltung und dann:

Tata: der Superlativ vom Substantiv quasi

Die Erwartungserhaltung!
macht müde.

Weil man ja so viel warten muss.

Meistens auf den anderen.

Gähn*

XY sollte mehr Zeit haben für mich

XY könnte mich wieder mal anrufen

XY könnte den Geschirrspüler ausräumen

XY das WLAN nachts ausmachen

Was haben diese Zeilen gemeinsam?

Aktenzeichen XY gelöst

Das XY.

Den anderen.

Den Menschen, der nicht du bist

Dein Gegenüber

Dein Chef

Deine Freundin

Dein Partner

 

Die Erwartungssoße kann noch schärfer werden.

Nämlich dann, 

wenn aus der Erwartung eine Erwartungshaltung wird.

Ich stelle mir das so wie Vanillepudding vor.

Kannst du dich noch an diese bunten Plastikformen erinnern?

Dr. Oetker

Kalt ausspülen, unförmigen heißen Puddingschlabber rein,

warten.

Die Erwartung kommt,

der Pudding soll Haltung bewahren

und so

kippe ich die Form

mit der Erwartungshaltung, 

dass der Vanillepudding so wie in der

TV Werbung…

OJE! 

Schau, jetzt ist er auseinander gefallen.

Puddingmatsche

Bitte servieren!

Wieder mal alles schief gelaufen.

WARUM?

Nicht lange genug gewartet?

Nicht kalt gestellt?

Zu viel Milch?

Wenn unsere Erwartungen nicht erfüllt werden, 

fragen wir uns dann auch mal

WARUM?

Bevor wir in der Schmollecke verschwinden?

XY hat so viel um die Ohren, 

er hat einfach nicht daran gedacht das WLAN abzudrehen.

XY sollte mehr Zeit für mich haben. 

Ich brauche das jetzt.

Ja und was braucht XY? Warum hat er keine Zeit?

Da muss man gar nicht Detektiv werden.

 

Da reicht schon, dass man aus seinem

Ärgerkostüm rausschlüpft und sich denkt: 

Wie könnte es dem anderen gehen?

Vieles beziehen wir auf uns.

Der Bierrülpser von meinem Hintermann letzten Mittwoch, 

du weißt noch:

Der ist einfach rausgekommen.

Das war ihm gar nicht bewußt, dass ich vor ihm sitze.

Ja sicher Etikette und so.

Lieb sein, brav sein.

Aber wen interessiert das?

Ist es nicht viel wichtiger, wen man in seinem Herzen trägt?

Egal wie oft man sich trifft? Wieviel Zeit man hat? Ob das WLAN abgeschaltet ist? 

Was denkst du? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Ich wünsche dir noch eine wunderschöne Woche,

süß wie Vanillepudding und voller Plus Pole.

Danke, dass du dabei bist.

Alles Liebe, Andrea

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