Fichte oder Eiche?

 

 

 

 

 

 

 

 

Hi!

Advent, Advent!

Das ist dann, wenn einem fast die Sicherung durchbrennt. 

Ich weiß nicht genau, wohin ich zuerst springen soll 🙂

Aber dazu später.

Zuerst du kannst das.

Du bist ja sicher noch ganz gechillt!

Bravo.

Advent – die Zeit des Ankommens.

Alles leuchtet, durch den Weihnachtsmarkt schlendern ist angesagt.

Ein schöner Punsch wärmt.

Ein paar Schritte, dann bist du zu Hause.

Oder kurz ins Auto (dann ohne Punsch, aber mit Sitzheizung)

Du sperrst deine Wohnungstür auf.

Es riecht nach dir und deiner Familie,

manchmal auch nach etwas Angebranntem (bei mir)

oder nach…

ein Familienmitglied hat die Klotür offen gelassen.

Na ja…

Du weißt ganz genau, was dich erwartet.

Keine Überraschungen, kuschelige Sicherheit.

Deine gewohnte Umgebung nimmt dich in den Arm.

Schön!

 

Nach langer Reise sind sie auch angekommen –

Maria und Josef?

Nein!

Magdalena und Anton – meine Urgroßeltern.

Am 8. Dezember 1922 auf Elis Island, New York.

Das ist fast 97 Jahr her.

Sie hatten einen langen Weg hinter sich,

das kannst du dir vorstellen.

 

Von Rumänien aus reisten sie

auf dem Landweg nach Hamburg.

Dann per Schiff weiter nach New York.

Von da noch nach Detroit.

Sie wußten nicht, was sie erwartet.

Eine offene Toilettentür, falls es überhaupt eine gab,

war sicher nicht wichtig.

Die Fahrt ging ins Ungewisse.

Heute noch denke ich viel über ihren Mut und ihre Stärke nach.

Alles hinter sich zu lassen.

Volle Kraft voraus. 

In eine vielleicht bessere Zukunft, ein eventuell besseres Leben.

Ein Versuch. Unglaublich.

Und die Strapazen.

 

Wieder bei Null anfangen, eigentlich noch vor Null,

an diesem Tag waren sie noch nicht einmal am Ausgangspunkt.

 

Ob es geschneit hat?

Ob sie gefroren haben?

Ob sie seekrank wurden?

Hatten sie genug zu essen?

New York, der Ort meiner Träume.

The city that never sleeps.

Meine romantische Vorstellung hat bestimmt nichts,

aber auch gar nichts mit der Realität

für die Einwanderer damals

zu tun.

 

Ich habe sie noch persönlich gekannt, meine Uroma.

Eine sehr starke und strenge Frau mit harten Gesichtszügen.

Ihr konnte man kein X für ein U vormachen. 

Süßigkeiten bekam ich allerdings schon!

 

Wenn meine große Zehe ein wenig kalt wird,

weil ich auf ein Treffen mit unbekannten, aber wichtigen Gesichtern muss,

der Rucksack schwer voller Ichwillesschaffengewicht,

und ich viel lieber 10 Schritte weiter wäre auf meinem Weg,

dann muss ich an die beiden denken.

Magdalena und Anton.

 

Das sind meine Wurzeln.

Hinfallen und wieder aufstehen. 

Und noch einmal.

Sie haben es vorgelebt.

Das ist gespeichert, nicht nur in meiner DNA.

 

Als wir über gestern über dieses Thema in der Familienrunde sprachen,

meinte mein Papa übrigens:

„Ja, das waren die Großeltern.

Das ist lange her.

Ich bin jetzt hier angekommen.

So wie es ist, passt es.“

Mein Vater.

AHA!

Hast du dich mit diesem Thema beschäftigt?

Sind deine Wurzeln wichtig für dich?

Bist du Tanne oder Eiche, 
Flachwurzler oder Tiefwurzler?
Und bist du schon angekommen?

Danke, du warst mit dabei.

Zeit ist kostbar, ich weiß.

 

Der Grund, warum ich etwas zappelig bin:

Unseren Mittwochsblog gibt es jetzt auch als Buch!

Ja, echt. Hüpf!

160 Seiten mit „du kannst das“ Gedankenfuttergeschichten –

alle bisherigen Mittwochsblogtexte in 42 Kapiteln.

 

Suchst du noch ein Weihnachtsgeschenk?

Frischer Lesestoff für dich und deine Freunde!

Ab nächster Woche in meiner Bauchlade.

Oder einfach auf andrea@dukannstdas.club bestellen.

Danke, dass du mit dabei bist.

Ich wünsche dir einen wunderbar leuchtenden Advent.

Alles Liebe, Andrea

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