Trendybevorhandy

 

 

 

 

 

 

 

 

Hey!

Der Mittwochsblog.

Du bist wieder mit dabei, supa!

Mein Thema heute:

Türe zu!…

Höre ich gefühlte zehn mal täglich

von einem geliebten Familienmitglied.

Ja, draußen ist es kalt und drinnen soll es warm bleiben.

Ist klar.

Schon der leiseste Luftzug

steigert die Nervosität.

Es wird geheizt und das Leben auf dem

Bauernhof dreht sich um: Holz

Ich mache brav

die Türen zu und denke mir:

Eine lasse ich offen,
die Tür zu mir selbst!

Das klingt etwas hölzern.

Wie so ein Stammbuchspruch.

Kennst du das noch?

Stammbücher.

Das war eine Modeerscheinung.

Das war trendy bevor Handy

What’s app hat es

wie so vieles abgelöst.

Stammbücher, Gespräche,

da schau mal.

Ich zeig dir was.

Macht alles

der Hörer in der grünen Sprechblase.

 

Wo waren wir?

Mein Stammbuch…habe ich vor ein paar Tagen

in einer verstaubten Ecke 

unseres Dachbodens gefunden.

Als ich die Christbaumkugeln gesucht habe,

ist es mir samtüberzogen 

mit getrockneter Blume am Einband

und Schloss

in die Hände gefallen.

Ich habe darin geblättert: 

Jede Menge Sprüche…

Von Menschen, deren Wege sich nicht mehr 

mit den meinen kreuzen.

Momentaufnahmen. 

Aus dem Jahre Schnee.

Aber Schnee gibt es ja auf unserer Seehöhe nicht mehr.

So denke ich nostalgisch 

an Stammbuchsprüche

und an den Tag im Jänner, als ich

mit den Langlaufskiern in die Schule gefahren bin. 

Weil wir so eingeschneit waren.

Dabei bin ich nicht wie Heidi auf der Alm aufgewachsen!

Am stinknormalen Güterweg. 

Mit Schlaglöchern – im Frühling.

Ich drifte auf meiner schneebedeckten Gedankenstrasse

ab.

Also.

Der Spruch: 

Die Tür zu uns selbst steht immer offen.

Da muss man sich nicht fürchten, dass es zieht.

Dass die warmgeheizte Wohnzimmerluft verpufft.

Sesam öffne dich. 

Da kann man auch die Türen knallen lassen!

Kalte Luft reinlassen, 

zusperren und den Schlüssel wegschmeissen.

Irgendwie geht sie doch immer wieder auf.

Drücken wir die Klinke runter:

Riskieren wir einen Blick 

auf unsere Innenwelt.

Sie sagt: 

Supa, du bist auf den richtigen Weg. 

Vorne links abbiegen .

Oder: 

Falsche Richtung, bitte so schnell wie möglich wenden.

Auch: Sie haben ihr Ziel in … erreicht.

Sie fahren zu schnell, Achtung! 

Geschwindigkeitsbegrenzung.

Stauwarnung. 

Alle wollen die selbe Route nehmen. 

Überleg mal, ob es einen anderen Weg gibt.

Ja, hinter dieser Tür ist 
unser Navi.

Unser Routenplaner.

Tom Tom.

Google maps.

Nur ohne Google halt.

Der Kompass.

 

Was sagst du?

Wie weit ist denn deine Türe offen?

Einen Spalt?

Sperrangelweit?

Automatischer Türöffner?

Schlüssel weggeworfen?

 

Ich freue mich auf deinen Kommentar.

Aufs Gedankenaustauschen. 

Auf deine Stammbuchsprüche.

Schön, dass du mit dabei bist. Danke dir.

Ich wünsche dir eine wunderbare Woche.

Alles Liebe! Andrea

PS: Dieses Foto hat Christine Hinterkörner von mir gemacht,

eine tolle Künstlerin!

2 Gedanken zu „Trendybevorhandy

  1. Dein Blog erfreut mich als nächtliche Lektüre und bringt mich gleich ins Schwelgen über tief verschneite Landschaften und handschriftliche, unliniierte/leere Stammbücher (ohne Vorlagen). Ja – Ich vermisse diese ‚Handarbeit‘ der Stammbücher: das liebevolle Suchen an Sprüchen/Worten, die enormen Bemühungen die tollsten Gemälde/Zeichnungen zu fabrizieren, den Freiraum.

    Das bringt mich auch zum Türe-zu-Thema, dass ich vom Liebsten viel zu gut kenne. Ich liebe SPERRANGELWEIT offene Türen: Durchzug, Frischluft, Atmen. Aaaah, so gut 😊

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